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Biografie

Michaels Geschichte beginnt damit, dass er eigentlich Profikicker werden wollte und auch das Talent dazu hatte: Mit fünf begann ihn das runde Leder in seinen Bann zu ziehen. Mit 18 hatte er einen Vertrag als Amateurfußballer in der Tasche, spielte beim VFL Bochum, bei Wattenscheid 09 und Herne. Er bestritt sogar ein Länderspiel für die Deutsche Studentennationalmannschaft gegen Frankreich. Michael: „Mit 19 spielte ich schon in der Regionalliga. Das ist die dritthöchste Liga – aber den Sprung nach ganz oben habe ich dann nicht geschafft. Es hat einfach nicht gereicht.“ Ungefähr zu dieser Zeit begann Michael (spielt Gitarre und Klavier; zählt Bon Jovi und Bryan Adams zu seinen Idolen) mit der Musik. „Irgendwie lag das auf der Hand. Mein Vater und mein Onkel Werner haben schon seit 30 Jahren die Coverband TWEENS. Ich bin also mit Musik groß geworden. Vor zehn Jahren bin ich dann dort eingestiegen. Seitdem weiß ich, dass ich Musik machen will“, erklärt Michael. Aber auch hier, wie beim Fußball, mußte Michael Rückschläge hinnehmen: „Ich habe schon früher versucht, mit Produzenten zusammen zu arbeiten und einen Plattendeal zu bekommen. Ich weiß, wie es ist, wenn man belächelt wird oder sich anhören muß „Das klappt so oder so nicht!“ Das habe ich alles erlebt“, erklärt er. Aber weil Michael zielstrebig, und ehrgeizig war, kam Aufgeben nicht in Frage. Michael: „Ich habe trotzdem immer versucht dran zu bleiben und mich musikalisch weiter zu entwickeln. Man muß den Leuten einfach zeigen, dass man nicht ganz so doof ist und dass man es drauf hat! Wichtig ist, dass man dabei immer noch lachen kann – vor allem über sich selbst! Und man muß, egal was man tut, die Ruhe bewahren!“ Eine Lektion, die er beim Fußball gelernt hat. Denn damals habe er sich auch selbst Steine in den Weg gelegt - weil er zu selbstkritisch und ungeduldig war! „Andreas Möller hat mal gesagt: „Ich bin sehr selbstkritisch – auch mir selbst gegenüber!““, sagt er lachend. „Aber bei mir trifft dieses Zitat den Nagel auf den Kopf. Das Problem ist, man setzt sich selbst permanent unter Druck. Das nimmt einem die Ruhe, man wird ungeduldig. Beim Fußball habe ich mir durch meine Ungeduld viele Türen zugeschlagen. Daraus habe ich gelernt und bei der Musik versucht das zu ändern, mehr Ruhe zu bewahren!“

Diese Taktik hat sich ausgezahlt! 2003 entschloß er sich, bei der Sat.1-Castingshow „Starsearch“ mit zu machen. Dafür unterbrach er sogar sein Jurastudium (Michael stand inmitten des ersten Staatsexamens)! „Bis dahin hatte ich noch nie an einem Casting teilgenommen. Ich habe mitgemacht, weil ich mir auf keinen Fall in 40 Jahren vorwerfen will: „Wenn du das damals versucht hättest, hättest du es vielleicht geschafft!“ Und passiert ist folgendes: Er kam ins Finale, wurde Dritter, bekam einen Plattendeal und Sat.1 drehte die Familiendoku-Soap „Die Wursts“! Außerdem munkelt man, Sat.1 wolle den Sänger als Fußballreporter gewinnen! „Warum nicht“, sagt Michael hoch erfreut. „Ich bin ja quasi vom Fach!“ Michael Wurst wird nicht mehr belächelt. Heute lacht er – aber ohne Hochmut! „Das Wichtigste in meinem Leben ist, dass ich Musik machen darf. Seit sechs Jahren schreibe ich meine eigenen Songs, bin schon in der Fußgängerzone vor sechs Leuten aufgetreten. Was ich heute erlebe, davon habe ich die ganzen Jahre geträumt! Ich freue mich über jedes Autogramm, dass ich schreiben darf. Letztens war ich zum Thema „Stars“ in einer Schule – was da los war, als ich kam, glich einem Ausnahmezustand! Und für mich, da bin ich ganz ehrlich, ist das total cool, weil ich dann sehe, dass ich wahrgenommen werde! Es wäre schön, wenn das so bliebe“, sagt er. Sein Ziel ist es, sich als Künstler zu etablieren, die Leute durch seine Performance zu begeistern. Michael: „Egal wie viele Leute zu meinen Gigs kommen, ich möchte immer 80 - 90 Prozent so fesseln, dass sie sagen „Geil! Da gehe ich beim nächsten mal wieder hin!“ Ein weiteres Ziel wäre das Staatsexamen in Jura abzuschließen! Ansonsten will Michael alles so lassen, wie es ist! „Warum sollte ich aus Bochum wegziehen“ fragt er mit großen Augen. „Ich fühle mich hier wohl. Im Ruhrpott sind alle ziemlich bodenständig, ehrlich und geradeaus. Hier sagt man sich die Meinung ins Gesicht und nach fünf Minuten ist alles vergessen. Hier leben meine Eltern, meine Familie, die ich immer im Rücken habe. Und hier habe ich eine renovierte Bude in der Doppelhaushälfte meiner Eltern. Ich bin komplett zufrieden.“

 

Mit freundlicher Genehmigung:
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